Hyazinthen: Duftende Frühlingsboten
Im Frühling bringen Hyazinthen Farbe und Duft in Haus und Garten. Ihre prächtigen Blütentürme bestehen aus zahlreichen sternförmigen Einzelblüten und verströmen intensiven Duft. Die im Herbst gepflanzten Zwiebeln öffnen je nach Witterungsverhältnissen meist im April ihre üppigen, seidigen Blüten.
Hat man die Pflanzzeit verpasst, kann man im Frühling im Fachhandel und Gartencentern viele Hyazinthenarten auch im Topf kaufen, die im Garten gesetzt werden können oder in Gruppen arrangiert in schönen Gefäßen ihre Pracht in Wohnung und Balkon entfalten.
Die Hyazinthe stammt ursprünglich aus dem Nahen Osten und dem östlichen Mittelmeergebiet und wurde bereits im Mittelalter in Europa verbreitet. Die Zwiebeln kamen im 16. Jahrhundert von Istanbul nach Padua und Venedig und gelangten von dort aus in Regionen nördlich der Alpen. Aufgrund ihres starken Dufts kam es zu einem regelrechten Boom der Zwiebelblumen, die für viel Geld gehandelt wurden. In Holland und England wurden zahlreiche neue Sorten gezüchtet, ein weiteres Zuchtgebiet befand sich wegen des sandigen Bodens in der Nähe von Berlin.
Das heutige Sortiment an Hyazinthen umfasst ein großes Farbspektrum: Neben Sorten in kräftigen, dunklen Farbtönen gibt es auch viele Hyazinthensorten in Weiß und zartem Pastell. Variationen finden sich auch in der Duftstärke. Manche Hyazinthen verbreiten einen so intensiven Duft, dass bereits eine Pflanze den ganzen Raum mit Duft anreichert. Wem Blue Star oder Delft Blue zu stark sind, kann unter vielen schwach duftenden Sorten auswählen wie z.B. Blue, Pink oder White Pearl, Purple Sensation oder Jan Bos.
Foto: IZB


